Vertrauen aufbauen in der Beziehung

Unabhängig davon, ob man am Anfang einer Beziehung steht oder sich bereits längere Zeit in einer Beziehung befindet: gegenseitiges Vertrauen ist eines der elementarsten und wichtigsten Dinge einer glücklichen Beziehung . Das sollte man keinesfalls leichtfertig aufs Spiel setzen. In der Regel gibt es immer einen berechtigten Grund, wenn ein Partner plötzlich das Vertrauen in den anderen verliert. Ist das passiert, dann fällt es ihm logischerweise schwer, noch irgendwas zu glauben. Das ist natürlich sehr kontraproduktiv für das weitere Wachstum der Beziehung.

Vertrauen aufbauen ist ein schrittweiser Prozess

Vertrauen aufbauen ist allerdings auch nicht unbedingt einfach. Verloren gegangenes zurückzugewinnen erst recht nicht. Vertrauen aufbauen ist ein schrittweiser Prozess, der Monate oder gar Jahre andauern kann, bis er endgültig abgeschlossen ist. Und um das zu bewerkstelligen und sich das Vertrauen des Partners zu erarbeiten helfen einem folgende Tipps:

Seinen Partner auf dem Laufenden halten

Selbst in der Partnerschaft hat jeder das Recht auf seine Privatsphäre. Natürlich hat jeder auch so seine kleinen Geheimnisse. Die kann man auch weiterhin behalten. Doch stehen wichtige Entscheidungen an oder plant man größere Veränderungen in seinem Leben, dann sollte man zuvor mit dem Partner darüber gesprochen haben und ihn entsprechend in Kenntnis setzen. Man muss seinen Partner nicht über jeden einzelnen Schritt den man macht informieren. In wichtigen Dingen sollte man ihn jedoch immer auf dem Laufenden halten. Dazu gehört auch, dass man offen miteinander über Gefühle, Ängste und Sehnsüchte spricht.

An den Partner glauben

Wir Menschen schenken den Menschen unser Vertrauen, die an uns glauben und uns auch in schwierigen Lebenslagen unterstützen. Wenn man Vertrauen aufbauen möchte und dieses festigen will, dann sollte man seinen Partner in wirklich jeder Lebenssituation und bei all seinen Vorhaben unterstützen und ihm zumindest einen moralischen Rückhalt bieten. Wozu hat man denn schließlich auch eine Partnerschaft? Wenn man sich auf seinen Partner nicht verlassen kann, auf wen dann?

Offen miteinander reden

Auch wenn man schon lange zusammenlebt und sich gegenseitig noch so gut kennt – Gedanken lesen kann niemand. Also ist es ungemein hilfreich, wenn man sagt, was man will und was einem gefällt und was nicht. Wenn man offen über alles reden kann und keinen Grund zum Lügen hat, dann ist das ein ganz großer Schritt um Vertrauen aufzubauen und darüber hinaus ist das ein eindeutiger Indikator für eine gute und glückliche Beziehung.

Immer ehrlich sein

Manchmal spricht man auch über unangenehme Dinge miteinander und natürlich fällt es einem in so einem Fall auch nicht unbedingt leicht, dem Partner gegenüber immer ehrlich und aufrichtig zu sein. Will man allerdings Vertrauen aufbauen, dann sollte man das tun und seinen Partner nicht etwa belügen oder mit Halbwahrheiten in die Irre führen. Lügen haben kurze Beine und erwecken Misstrauen und wer einmal lügt und dabei erwischt wurde …

Vertrauen aufbauen durch Authentizität

Kein Mensch vertraut aalglatten Typen mit schmierigen Haaren und einem falschen Lächeln in Gesicht. Warum? Ganz einfach, weil diese Menschen alles andere sind, nur nicht sie selbst. Schauspieler sind zwar ganz unterhaltsam, doch nicht unbedingt vertrauenserweckend. Von daher sollte man in einer Beziehung immer schön authentisch bleiben, sich nicht verstellen und jederzeit die Person sein, die man wirklich ist. Das ist für den Partner weitaus weniger irritierend und wirkt wesentlich glaubhafter.

Eine eigene Meinung haben

Wenn man seinem Partner ständig nur nach dem Mund redet und immer (s)einer Meinung ist, dann merkt dieser das und fragt sich insgeheim, ob man womöglich nicht doch konträrer Meinung ist, sich aber nicht traut sich zu äußern? Damit diese Zweifel gar nicht erst entstehen, sollte man immer eine eigene Meinung haben und diese auch vor dem Partner vertreten. Vertreten bedeutet jedoch keinesfalls mit aller Macht durchsetzen, doch wenn man mit etwas nicht einverstanden ist, dann sollte man das auch jederzeit sagen.

Verantwortung übernehmen

Jeder Mensch ist für sein eigenes Handeln selbst verantwortlich. Niemand handelt immer richtig und es ist vollkommen normal, dass man hin und wieder auch mal einen Fehler macht. Das ist auch kein Weltuntergang, doch Verantwortung übernehmen bedeutet auch zu seinen Fehlern zu stehen und diese offen dem Partner gegenüber zugeben zu können. Wenn der eigene Partner ganz genau weiß, dass man zu seinen Fehlern steht und bei etwaigem Fehlverhalten nicht etwa nach Ausflüchten sucht oder Lügen erfindet, sondern alles offen und ehrlich zugibt, dann ist er vielleicht für einen Moment verärgert, andererseits gewinnt er jedoch gleichzeitig immer mehr Vertrauen.

Vertrauen aufbauen braucht Zeit

Du kannst mir ruhig vertrauen! Diesen Satz kann man noch so oft sagen, er bewirkt höchstens genau das Gegenteil und erzeugt eher Misstrauen anstatt Vertrauen. Es ist eben Fakt, dass man sich Vertrauen hart erarbeiten muss und dass Vertrauen aufbauen auch ein langwieriger Prozess ist und Prozesse brauchen Zeit, bis sie abgeschlossen sind. Um noch eine Floskel zu bemühen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus. Vielleicht sollte man den ersten Schritt machen und seinem Partner selbst Vertrauen schenken, bevor man selbiges erwartet? Schaden tut`s nicht.