Verliebtheit gestehen: So gesteht man seine Gefühle

Verliebt zu sein ist ein sehr paradoxes Gefühl. Schließlich kann Verliebtheit sehr unterschiedliche Auswirkungen auf uns Menschen haben. Ist man frisch verliebt und mit seinem Schwarm zusammen, dann ist das einfach nur ein herrliches Gefühl und man kommt sich beinahe schwerelos vor. Verliebtheit hat aber auch ihre Schattenseiten. Beispielsweise dann, wenn die Gefühle nur einseitig sind und vom anderen nicht erwidert werden.

Oder wenn man zu schüchtern ist und dem/derjenigen seine Verliebtheit einfach nicht gestehen kann. Verliebtheit gestehen – was im Prinzip eigentlich recht einfach klingt, ist es jedoch keineswegs. Doch warum eigentlich? Wir haben uns mit den Ängsten von heimlich Verliebten befasst und zeigen Wege auf, wie man seine Schüchternheit überwinden und einem geliebten Menschen seine Verliebtheit gestehen kann.

Verliebtheit gestehen ja oder nein?

Ist man heimlich in jemanden verliebt und schafft es allen guten Vorsätzen zum Trotz dennoch nicht dieser Person seine Gefühle zu beichten, dann hat man offensichtlich ein Problem. Dann trägt man eine Last mit sich herum, die mit der Zeit immer schwerer und schwerer wird. Von selber lösen tut sich das „Problem“ nicht und wenn man ganz ehrlich zu sich selber ist, dann weiß man das auch ganz genau.

Doch warum ist Verliebtheit gestehen so schwierig? Man leidet, lebt im Ungewissen und hat im Prinzip nichts zu verlieren. Denn schließlich ist man ja mit der Person in die man verliebt ist nicht zusammen und kann folglich von ihr auch nicht verlassen werden. Eigentlich hat man nichts zu verlieren, sondern kann nur gewinnen. Das klingt logisch und einleuchtend. Doch nicht alles lässt sich mit Logik erklären und in Sachen Liebe tut sich eh vieles schwerer als sonst.

Verschiedene Ängste sind der Grund warum es uns Menschen so schwer fällt einer Person in die wir verliebt sind unsere Gefühle zu gestehen. Verliebtheit gestehen wird immer dann zum Problem, wenn die einzelnen Ängste in der Summe dem Gefühl der Verliebtheit überwiegen. Um Abhilfe zu schaffen ist es also sehr hilfreich wenn man sich zunächst einmal mit seinen Ängsten auseinandersetzt und diese eingehender analysiert.

Die meisten Ängste sind irrational, also unbegründet. Beschäftigt man sich etwas näher mit seinen eigenen Befürchtungen, erscheinen sie einem nämlich oftmals gar nicht mehr so schlimm. Der erste Schritt sollte also sein zu lernen Mut zu schöpfen und seine eigenen Ängste zu besiegen. Nur wer auch was wagt, kann auch was gewinnen. Ansonsten geht man leer aus und bleibt weiter einsam.

Verliebtheit gestehen: Diese Ängste spielen eine Rolle

Ist man verliebt und traut sich nicht seine Verliebtheit zu gestehen, dann sind verschiedene Ängste dafür verantwortlich. In erster Linie ist es natürlich die Angst vor Zurückweisung. Gesteht man jemandem seine Liebe und werden diese Gefühle nicht erwidert, ist das natürlich ein sehr ernüchterndes Negativerlebnis und das möchte man verständlicherweise nicht erleben. Unternimmt man nichts, wird sich an der Situation allerdings auch nichts ändern.

Man umgeht also ein Negativerlebnis, erlebt allerdings auch kein Positiverlebnis – der Zustand bleibt also weiterhin unverändert. Ist es das, was man wirklich will? Manche Dinge mögen einem vielleicht negativ erscheinen, bei genauerer Betrachtungsweise sind sie das jedoch keineswegs. Was ist schlimmer?

Heimlich verliebt zu sein, Hoffnung zu haben, in irgendwelchen Tagträumen zu leben und sich Illusionen hinzugeben. Oder will man lieber endlich Klarheit zu haben und ein möglicherweise eintretendes Negativerlebnis zu verdauen, zu verarbeiten und irgendwann offen für Neues zu sein? Es heißt nicht, dass das auch eintritt. Vielleicht standen einem die eigenen Ängste die ganze Zeit über auch nur im Weg und das Glück wartet nur darauf, endlich angesprochen zu werden?

Die eigenen Ängste sind das größte Hinderniss

Natürlich spielen auch andere Ängste eine Rolle. Verliebtheit gestehen erfordert unbestritten auch Mut & Courage, denn viele haben auch Angst vor einer Blamage. Sie haben Angst für ihre Gefühle ausgelacht oder verspottet zu werden. Obwohl das nur selten und eher bei jüngeren Menschen zutrifft, hat man auch in diesem Fall Klarheit geschaffen. Solch eine Person ist es nun wirklich nicht wert, dass man ihr großartig hinterhertrauert, da sie offensichtlich einen sehr miesen Charakter hat und der eigenen Gefühle nicht wert ist.

Ob man Verliebtheit gestehen kann oder nicht, ist auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Sieht man sich von vorherein chancenlos und fragt sich zum Beispiel: „Was will der/die mit mir?“, dann wir man vermutlich nie ausreichend Mut fassen, um seinen Gefühlen endlich Luft zu machen. Hierbei wäre es sehr ratsam, an seinem Selbstbewusstsein zu arbeiten, denn selbstbewusste Menschen gehen viel besser mit Rückschlägen um. Schließlich kann man ja nicht jedem gefallen.

Verliebtheit gestehen kann auch dann problematisch werden, wenn es sich bei dem Schwarm um eine Person handelt, zu der man bereits eine Beziehung hat – jemand aus dem Freundeskreis, der beste Freund/die beste Freundin beispielsweise, ein/e Arbeitskollege/Arbeitskollegin oder möglicherweise handelt es sich dabei sogar um den Chef oder die Chefin? In diesem Fall ist die Angst rational, also begründet.

Durch das Gestehen seiner Gefühle befürchtet man einfach, das sich die Person von einem abwendet und dass das bisherige Verhältnis zerstört wird, was realistisch gesehen durchaus auch passieren kann. Solche Fälle lassen sich nicht pauschalisieren, da jeder Einzelfall situationsbedingt betrachtet werden muss. Hierbei sollte man einfach die Chancen & Risiken genau abwägen und demnach eine kluge Entscheidung treffen.

Für Gefühle kann man sich nicht entschuldigen

Niemand kann was für seine Gefühle. Gefühle kann man weder auf Knopfdruck ein- oder ausschalten und sie lassen sich auch nicht steuern. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir uns hin und wieder in die falschen Personen verlieben, beispielsweise in jemanden der schon vergeben ist. Solche Fälle sind zumeist sehr kompliziert und wie jeder weiß werden sie selbst dann nicht unbedingt einfacher, wenn die Liebe erwidert wird.

Hier kann man keinen Ratschlag erteilen, denn das wäre vermessen und unangebracht, da man die jeweilige Situation nicht kennt. Auch wenn viele gerne das Gegenteil behaupten: Verliebtheit gestehen ist durchaus mit gewissen Risiken aber auch mit Chancen verbunden. Wenige Worte können Einfluss auf das ganze Leben nehmen und es komplett verändern. Es ist nur leider so, dass sich der Mensch dabei selbst im Weg steht – wie so oft im Leben!

Verliebtheit gestehen: So schafft man das!

Wenn man jemandem seine Verliebtheit gestehen möchte, dann gibt es nur einen einzigen Weg: Man tut es einfach! Klar lassen sich anhand der Körpersprache auch Signale der Verliebtheit erkennen, doch wir sind alle keine Hellseher und viele können Freundlichkeit von Verliebtheit eben nicht unterscheiden. Natürlich sollte man einen passenden Zeitpunkt wählen und sich mit ausreichend Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl an die Sache heranwagen. Es wäre Quatsch zu sagen, dass man keine Erwartungen haben soll, allerdings sollte man mental auf alles vorbereitet sein.

Ist man zu schüchtern, dann kann man seine Gefühle auch schriftlich niederlegen und seinem Schwarm einen Brief oder eine E-Mail schreiben. Wie man es tut, ist im Prinzip ganz egal – wichtig ist nur, dass man es tut! Wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. No Risk – no Fun!