Liebe auf den ersten Blick: Mythos oder Wahrheit?

Man sieht jemanden und plötzlich macht es PENG! Viele Menschen behaupten sie hätten genau so die Liebe auf den ersten Blick kennengelernt. Aber kann das sein? Was ist an der viel zitierten Liebe auf den ersten Blick wirklich dran?

Zwei Menschen sehen sich und bevor sie überhaupt wissen wie ihnen geschieht sind sie urplötzlich ineinander verliebt. Von solchen romantischen Begegnungen hört man immer wieder. Doch für alle die so etwas noch nicht selbst erlebt haben klingt das fast schon zu schön, um wahr zu sein.

Wie funktioniert das mit der Liebe auf den ersten Blick ganz genau?

Wenn Liebe auf den ersten Blick tatsächlich existiert – wohin wandern denn die Blicke von Männern und Frauen ganz genau hin? Frauen schauen einem Mann als Erstes immer ins Gesicht. Das hat physiognomische Gründe, denn anhand des Gesichtes ziehen sie Rückschlüsse auf den Charakter des Mannes.

Männerblicke wandern hingegen häufig über den Körper der Frau doch am Gesicht hängen sie am längsten fest. Männer mustern Frauen viel intensiver und stellen sie sich auch gerne nackt vor, Frauen hingegen machen das eher nicht.

Was begünstigt Liebe auf den ersten Blick?

Gegensätze ziehen sich an? Von wegen! Studien besagen nämlich, wir suchen unbewusst nach Übereinstimmungen mit uns selbst. Viele Paare sollen ähnliche Gesichtsform haben. Gleich und Gleich gesellt sich eben doch gerne. Wer einem Selbst ähnlich sieht, den findet man auch am vertrauenswürdigsten. Suchen wir also tatsächlich Partner, die uns wiederspiegeln?

Tatsächlich ist es so, dass sich viele Paare ähnlicher sind als sie vielleicht annehmen. Studien, bei denen Gesichtshälften von Paaren miteinander verglichen wurden lieferten diesbezüglich aufschlussreiche Ergebnisse. Die Gesichtsähnlichkeit ist jedoch nur einer von vielen Faktoren, die Paare zusammenbringen. Doch für die besagte Liebe auf den ersten Blick scheint das von großer Bedeutung sein.

Die Gene spielen auch eine Rolle

Allerdings spielen auch die Biologie und die Genetik bei der Liebe auf den ersten Blick eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Menschen nehmen bewusst und unbewusst den Duft des anderen auf und dieser Duft enthält auch Informationen über den genetischen Code des anderen. Das Gehirn entschlüsselt diesen Code, und wenn`s auch biologisch gut passt, dann bekommen wir eine Rückmeldung, die uns bei unserer Entscheidungsfindung positiv beeinflusst.

Es kommt also auch darauf an ob man sich „gut riechen“ kann oder eben nicht. Allerdings trifft das nicht auf Frauen zu, welche die Pille einnehmen und hormonell verhüten. In jedem Fall ist es faszinierend, dass solch ein intensives Gefühl wie Liebe innerhalb von Sekundenbruchteilen entstehen kann. Doch ist es auch wirklich Liebe, oder doch nur Verliebtheit?

Liebe auf den ersten Blick: Was sagt die Statistik?

Liebe auf den ersten Blick ist übrigens gar nicht so selten und tritt viel häufiger ein, als man denkt. Immerhin geben einer Umfrage nach zufolge rund 41 Prozent aller Befragten an, an die Liebe auf den ersten Blick zu glauben und diese auch schon einmal selbst erlebt zu haben. Sie ist also kein Phänomen, sondern etwas ganz natürliches. Ein Phänomen wäre es jedoch, wenn man zur Liebe auf den ersten Blick zugleich auf seine/n Traumfrau/Traummann stoßen würde. Ein britischer Mathematiker hat nämlich ausgerechnet, dass die Chancen dafür bei etwa 1:256.000 stehen.