Fehlende Elternliebe und wie man damit fertig wird

Im Laufe seines Lebens trifft man immer wieder Menschen, die von sich behaupten, als Kind von den Eltern nicht geliebt worden zu sein. Fehlende Elternliebe? Von den eigenen Eltern nicht geliebt zu werden mag für die meisten zwar unvorstellbar klingen, doch genauso gibt es einige Menschen, für die genau das Gegenteil unvorstellbar ist.

Elternliebe ist nämlich etwas, was sie selbst nie erfahren, sondern immer nur sehnlichst gewünscht haben. Und was sie ein Leben lang vermissen werden. Elternliebe ist eine besondere Form der Liebe. Diese ist durch nichts zu kompensieren.

Hat man sie als Kind nicht bekommen, dann ist das eine enorme seelische Belastung und ein Problem, das einen auch im Erwachsenenalter immer wieder einholen wird. Erwachsene, die ein Opfer fehlender Elternliebe sind, müssen lernen damit umzugehen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig. Doch wie schafft man das?

Fehlende Elternliebe und wie geht man damit um?

Pflanzt man einen jungen Baum in die Erde und setzt keinen Stock daneben, wächst er schief. Geben Eltern ihrem Kind keine Liebe mit, dann weiß es später oftmals gar nicht, was Liebe überhaupt bedeutet. Wie auch? Diese Menschen müssen erst lieben lernen und brauchen jemanden, der die nötige Geduld aufbringt und ihnen beibringt was Liebe überhaupt bedeutet.

Lieben lernen hört sich in den Ohren der meisten Menschen sehr einfach an. Das ist es jedoch keineswegs.Um solche Menschen besser zu verstehen, sollte man sich einmal in deren Lage versetzen. Ein Mensch, der von den eigenen Eltern nicht geliebt wurde, leidet oftmals ein Leben lang an starken Minderwertigkeitskomplexen.

Das ist nicht verwunderlich. Er denkt: „Warum soll mich jemand anderes lieben, wenn mich nicht mal meine eigenen Eltern geliebt haben?“ Oder: „Ich wurde von meinen Eltern nicht geliebt, weil ich so wenig wert und deswegen einfach nicht liebenswert bin.“

Fehlende Elternliebe: Wie kommt es dazu?

Man braucht es nicht schönzureden. Fehlende Elternliebe ist ein Thema, mit dem sich Betroffene ein Leben lang auseinandersetzen müssen. Man vergisst es kurzzeitig, doch es holt einen immer wieder ein. Allerdings hilft es einem ungemein, wenn man Antworten auf manche Frage findet. Wie kommt es eigentlich dazu, dass Eltern ihr eigenes Kind nicht lieben können?

Das soll und kann den Umstand zwar nicht entschuldigen, doch zumindest kann es Betroffenen dabei helfen, ihr Schicksal besser zu verstehen und zu akzeptieren. Schlussendlich kann man so auch besser damit leben.

Mutterliebe ist ein sehr starkes Gefühl

Liebe ist eine unheimlich starke Emotion und Mutterliebe ist eines der stärksten Gefühle überhaupt. Doch aufgrund von biologischen, psychologischen oder sozialen Faktoren kann es mitunter passieren, dass sich bei manchen Frauen die natürliche Mutterliebe zu ihrem Kind gar nicht erst entwickelt. Oder eben nicht sehr ausgeprägt ist. Auch wenn es brutal klingt: Liebe ist ein Gefühl und das kann man nicht erzwingen!

Liebe passiert oder sie passiert eben nicht. Fehlende Elternliebe ist oftmals auch ein Generationenproblem. Oftmals ist es nämlich so, dass Depressionen dahinterstecken oder die eigenen Eltern selbst Opfer mangelnder Elternliebe sind und demnach ihre eigenen Kinder sehr  lieblos erzogen haben.

Viele Kinder sind auch nicht unbedingt Wunschkinder. Offen gesagt hatten sie einfach nur das Pech, zur falschen Zeit am falschen Ort von den falschen Eltern zur Welt gebracht worden zu sein. Ursache und Wirkung, manchmal ist es einfach so, dass man nicht unbedingt gewollt wurde, sondern einfach so „passiert“ ist. Das mag zwar brutal klingen, doch es entspricht leider den Tatsachen. Doch wie soll einem das helfen, über fehlende Elternliebe hinwegzukommen?

Fehlende Elternliebe und wie man damit fertig wird

Eines sollte man sich vor Augen halten: Man muss es nicht entschuldigen und auch nicht verstehen, doch es gibt Gründe, warum man als Kind von den eigenen Eltern nicht geliebt wurde. Diese Gründe haben aber nichts mit einem Selbst zu tun, denn es sind schlichtweg die Probleme der Eltern, die dafür verantwortlich sind. Es tut dem eigenen Selbstbewusstsein unheimlich gut, wenn man das weiß und nicht sich selbst die Schuld dafür gibt.

Man kann sich die Wiege, in die man gelegt wird, eben nicht aussuchen. Manche haben nun mal mehr Glück als andere und dadurch auch einen viel besseren Start ins Leben. Wir wissen alle, dass das Leben verdammt ungerecht sein kann und dennoch haben wir die Möglichkeit, etwas daraus zu machen.

Fehlende Elternliebe ist etwas, was man akzeptieren muss. Vielleicht sollte man sich mal fragen, ob man Vater oder Mutter als Person, oder einfach nur das Gefühl geliebt zu werden vermisst? In der Regel vermisst man nämlich nicht die Eltern, sondern nur die Liebe und Liebe findet man auch anderweitig im Leben, viel mehr als man glaubt! Dennoch kann man in allem auch etwas Gutes sehen. Wenn die eigenen Eltern schlechte Vorbilder waren, dann weiß man wenigstens ganz genau, was man selber besser machen muss.