Eine glückliche Fernbeziehung führen mit diesen Tipps

Ein tränenreicher Abschied am Bahnhof. Eine winkende Freundin. Ein trauriger Freund am Flughafen. So oder so ähnlich geht es vielen Paaren jede Woche. Schätzungen nach zufolge führen rund 13 % aller Deutschen eine Fernbeziehung. Man lebt Hunderte von Kilometern voneinander entfernt und verbringt, wenn alles gut läuft, ein oder zwei Tage am Wochenende miteinander. Das war`s.

Eine Fernbeziehung führen ist keine ideale Konstellation. Doch vielen Paaren bleibt leider keine andere Wahl, wenn es die berufliche Situation so erfordert und keine sonstigen Alternativen zum Nomadenleben existieren. Fernbeziehungen sind heutzutage jedoch keine Seltenheit mehr, sondern vielmehr ein Trend, der seit Jahrzehnten kontinuierlich zunimmt. Aber haben Fernbeziehungen dauerhaft eine Chance?

Distanz als Problem in Fernbeziehungen

Im Prinzip hat jede Beziehung eine Chance. Selbst eine eine Fernbeziehung. Sehnsucht entsteht durch Abstand und in einer glücklichen Beziehung ist es immer wichtig, ein gesundes Maß zwischen Nähe und Distanz zu finden. Der gravierende Unterschied zwischen einer „normalen Beziehung“ und einer „Fernbeziehung“ ist der, dass unter normalen Umständen ein Übermaß an Nähe zum Problem werden kann, während Paare, die eine Fernbeziehung führen, genau das gegenteilige Problem haben und mit der Distanz zu kämpfen haben.

Fernbeziehung führen: Die besten Tipps

Auch wenn man räumlich voneinander getrennt leben muss, kann man dank moderner Kommunikationsmittel dennoch den Kontakt miteinander aufrechterhalten und das sollte man auch. SMS, What`s App, Skype, Facebook, Videobotschaften, E-Mail und insbesondere natürlich auch die guten alten allabendlichen Telefonate geben einem mehr als ausreichende Möglichkeiten dazu.

Ein toller Tipp ist es übrigens, seinem Partner gelegentlich (aber nicht zu oft) auch mal einen handschriftlichen (!) Liebesbrief zu schreiben. Gerade bei der Vielzahl moderner Kommunikationsmöglichkeiten macht den handschriftlichen Liebesbrief zu einem romantischen Klassiker erster Güte und zu einer echten Besonderheit, über die sich der Partner garantiert freut!

Für Paare die eine Fernbeziehung führen ist die regelmäßige Kommunikation von immenser Bedeutung. Dabei sollte man nicht nur die Neuigkeiten des Tages miteinander austauschen, sondern dem anderen ruhig auch seine Ängste und Gefühle mitteilen. Lebt man voneinander getrennt, hat man sich eigentlich auch immer was zu erzählen. So haben die Partner trotz der räumlichen Trennung voneinander dennoch das gute Gefühl am Leben des anderes teilzunehmen und die Gewissheit, auch weiterhin ein fester Bestandteil in seinem Leben zu sein.

Realistische Erwartungen haben

Die meisten Menschen scheitern bei ihren Vorhaben an den eigenen (zu hohen) Erwartungen oder an der eigenen Ungeduld. Wenn zwei Menschen eine Fernbeziehung führen, dann haben sie sich gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen. Nicht unbedingt, weil sie es so wollten. Sondern weil es die Situation so erforderlich machte.

Dennoch wurde der Entschluss gemeinsam gefällt. Also muss man als Paar auch gemeinsam da durch. Sieht man sich nur an den Wochenenden oder gar noch seltener, dann möchte man die Zeit, die man miteinander hat, natürlich auch perfekt verbringen. Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen. Doch wer eine hohe Erwartungshaltung hat, setzt sich und seinen Partner nur unnötig unter Druck und muss möglicherweise auch viel eher mit Enttäuschungen rechnen. 

Fernbeziehung: Wie geht es weiter?

Jede Beziehung wächst mit der Zeit oder aber sie geht mit der Zeit kaputt. Dauerhaft eine Fernbeziehung führen und dennoch miteinander glücklich zu sein, ist ungemein schwer! Ja fast schon ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn man ehrlich ist, ist das alles andere als einfac. Wenn überhaupt, dann schafft das vermutlich nur ein verschwindend geringer Prozentsatz aller Paare.  

Es kann und sollte auch nicht ewig so weitergehen. Eine Fernbeziehung sollte irgendwann auch mal ein Ende haben. Also sollte man sich gemeinsam absprechen und der Fernbeziehung einen genauen zeitlichen Rahmen setzen und diesen natürlich auch einhalten. Weiß man beispielsweise, dass das Ganze in zwei Jahren ein Ende hat, dann sieht man einen Silberstreif am Horizont. Dann hat man ein Ziel, auf das man kontinuierlich hinarbeiten kann. Hat die Fernbeziehung nämlich eine Perspektive, ist das Ganze gleich um einiges erträglicher.

Eine Fernbeziehung führen hat auch Vorteile

Grundsätzlich sollten Paare die in Fernbeziehungen miteinander leben ganz genau wissen, was sie wollen. Sie sollten die gleichen Ziele verfolgen und eine identische Erwartungshaltung an die Beziehung haben. Will ein Partner nämlich mehr als der andere, setzt er diesen immens unter Druck und das führt zwangsläufig zu nicht unerheblichen Problemen. Andererseits hat eine Fernbeziehung nicht nur Nachteile, sondern auch viele Vorteile. 

Wie gesagt, Sehnsucht entsteht durch Abstand und den hat man in Fernbeziehungen zu genüge. Resultierend daraus freut man sich einfach viel mehr aufeinander und man sollte auch die Vorfreude nicht vergessen, die mit jedem Tag ein Stückchen größer wird, bevor man sich wieder vereint. Es gibt übrigens Statistiken die belegen, dass Untreue in Fernbeziehungen viel seltener vorkommt als in Beziehungen, in denen die Partner miteinander leben!

Außerdem geht man dem größten Beziehungskiller „Alltag“ aus dem Weg und vermeidet es, sich gegenseitig wegen irgendwelchen Kleinigkeiten zu nerven. Die gemeinsam verbrachte Zeit ist einfach viel schöner. Denn sie erfährt eine viel höhere Wertschätzung von beiden Seiten. Klar ist es auch schön, jeden Abend gemeinsam ins Bett zu gehen und miteinander einzuschlafen, doch irgendwann wird selbst das zur Normalität, so jedoch bleibt es eine Besonderheit.

Schlussendlich wissen über die Hälfte aller Menschen die eine Fernbeziehung führen auch den eigenen Freiraum zu schätzen, der ihnen zu Teil wird, wenn sie nicht jeden Abend mit ihrem Partner verbringen oder von diesem gar eingeengt werden. Alles hat eben positive und negative Aspekte. Vieles kommt halt auch auf den Blickwinkel an und noch viel mehr zählt, was man daraus macht.