Warum gibt es immer mehr Singles?

In der heutigen Zeit beschleunigt sich der Trend zum Single-Dasein immer mehr. Die junge Generation ist selbst mit alleinerziehenden Eltern oder in einer sogenannten Patchwork-Familie aufgewachsen, die ganz „herkömmliche“ Familie ist da eher schon die Seltenheit. Nicht wenige fragen sich: Chance oder Fluch unserer Zeit? Doch warum ist das so, warum gibt es immer mehr Singles?

Warum gibt es immer mehr Singles?

Warum gibt es immer mehr Singles – eine Frage, die sich immer mehr Menschen stellen. Doch wie ist das eigentlich mit den Singles? Ist der Entschluss als Single zu leben eine ganz bewusste Entscheidung oder basiert dieser Umstand eher aufgrund der beruflichen Situation vieler Menschen? Ist man möglicherweise einfach zu faul oder zu feige sich einen festen Partner zu suchen oder wollen Singles einfach keine festen Verpflichtungen eingehen und drücken sich deshalb vor der Verantwortung? Spielen möglicherweise auch die Bindungsangst und die Angst eine Enttäuschung zu erleben eine Rolle? Warum gibt es immer mehr Singles?

In den westlichen Industrienationen wie hierzulande in Deutschland leben wir nun mal in einer Leistungsgesellschaft. Dementsprechend ist es auch kein Wunder, dass der berufliche Erfolg und die Karriere für viele Menschen einen höheren Stellenwert haben als das private Glück. Es ist eben angesagter, wenn man sagen kann „Ich bin 35, jette um die Welt, verdiene einen Haufen Geld und bin in meiner Firma extrem wichtig“, als zu sagen „Ich führe eine glückliche Beziehung mit meinem Partner“.

Beruflicher Erfolg steht bei vielen über dem privaten Glück, zumal auch viele nicht so recht daran glauben wollen und eine eher negative Erwartungshaltung an eine Beziehung haben. Möglicherweise haben es einem die eigenen Eltern, die keine gute Beziehung hatten, auch vorgemacht. Man denkt insgeheim: „Was die nicht geschafft haben, schaffe ich auch nicht. Also tue ich mir das gar nicht erst an“.

Als Single wird man nicht enttäuscht

Wer keine Beziehung hat, kann folglich auch nicht von seinem Partner enttäuscht, verletzt oder verlassen werden. Also entschließt man sich, als Single zu leben. Das macht einen vielleicht nicht unbedingt glücklich, doch viele sehen ihr Single-Leben als das kleinere Übel an. Diese etwas paradoxe Denkweise ist eine Art des Selbstschutzes und unter Frauen weiter verbreitet als unter Männern.

Wie bleibt man zusammen?

Es ist leichter und bequemer mit sich selbst einer Meinung zu sein und in seinem eigenen Mikrokosmos zu leben als mit einem Partner zusammen, das ist ganz eindeutig. Viele Menschen gehen mit einer gehörigen Portion Egoismus in eine Beziehung. Wenn nicht alles so klappt, wie man sich es vorstellt, dann trennt man sich eben schnell. Allerdings hat Egoismus in einer funktionierenden Beziehung nichts zu suchen. Sich zu trennen ist immer der einfachste Weg, doch dieser muss nicht immer auch der beste sein.

Stellt man einem alten Ehepaar, welches schon 40 Jahre miteinander verheiratet ist, die Frage: „Warum gibt es immer mehr Singles“, dann wird man möglicherweise die Antwort hören: „Wir kommen aus einer Zeit, in der man versucht hat, viele augenscheinlich kaputte Dinge noch zu reparieren, anstatt sie gleich wegzuschmeissen und neu zu kaufen.“ Dieser Satz sollte einem zu Denken geben …

Immer mehr Singles – wohin führt das eigentlich?

Die große Liebe zu finden und miteinander glücklich zu sein. Das ist etwas, wonach sich die meisten Menschen sehnen, allerdings keine Ahnung haben wie sie dieses Ziel erreichen können. Immer mehr junge Menschen sind Arbeitsnomaden und ziehen in die Ballungsgebiete und passen sich dem Leben in der Leistungsgesellschaft an. Darum geht der Trend insbesondere in den Städten immer mehr zum Single-Dasein, zumal man dort auch mehr Kontakte und Kontaktmöglichkeiten und somit auch eine viel größere Auswahl an potenziellen Partnern hat.

Das Internet mit seinen Partnerbörsen tut sein übriges dazu, sodass man den sprichwörtlichen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Das Leben könnte ja immer etwas „Besseres“ für einen bereit halten. Das Angebot ist groß, die Nachfrage ebenso. Viele denken eben, dass es insbesondere in jungen Jahren sehr unklug wäre, sich vorzeitig festzulegen. Mit fortschreitendem Alter (und sinkendem Marktwert) ändert sich dieses Denken jedoch zunehmend.